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剣道
Kendo (ken = Schwert, do = Weg) ist eine
abgewandel-te, moderne Art des ursprünglichen
japanischen Schwert-kampfes kenjutsu, wie ihn
Samurai erlernten und lebten. In der heutigen Form
wird es seit etwa 150 Jahren praktiziert. Kendo
verfolgt dabei nicht nur die Techniken und Taktiken
des Schwertkampfes, sondern auch die geistige
Ausbildung des Menschen. Die Übenden sollen durch Kendo vor allem Charakterfestigkeit,
Entschlossenheit und moralische Stärke erlangen.
Der gesamtjapanischen Kendo-Dachverband Zen Nippon Kendo Renmei (All Japan Kendo Federation)
formulierte den Grundgedanken des Kendo:
" ...
Idee des Kendo ist es, den menschlichen Charakter
durch Anwendung der
Prinzipien des Schwertes zu schulen.
Die Übung des Kendo hat den Vorsatz,
Geist und Körper zu formen,
eine starke Seele zu entwickeln,
durch korrektes und strenges Üben Fortschritt in der
Kunst des Kendo
anzustreben,
Höflichkeit und Ehre des Menschen zu achten,
mit anderen aufrichtig umzugehen
und unaufhörlich die persönliche Weiterentwicklung
zu verfolgen.
So wird man fähig,
sein Land und die Gesellschaft zu lieben,
zur
Entwicklung der Kultur beizutragen sowie Frieden und
Wohlergehen unter allen Völkern zu fördern ... "
Die
traditionelle Bekleidung beim kendo ist der gi (kendo-gi)
mit einer hakama, beide mit dem Farbstoff Indigo in
tiefem Blau gefärbt. Seltener wird eine weiße
Kleidung als Symbol spiritueller Reinheit verwendet.
Darüber wird eine Schutzausrüstung getragen,
bestehend aus einem Kopfschutz (面
men), dem Hand- und Unterarmschutz (甲手
kote), einem Rumpfschutz (胴
do) und dem Lendenschutz (垂れ
tare).
Während
im alten Japan beim
剣術
kenjutsu meist mit echten Waffen oder schweren
Holzschwertern (木刀
boku-to) geübt wurde, wird heutzutage in der Regel
mit der Schutzausrüstung und Übungsschwertern (竹刀
shinai) aus vier Bambus-Lamellen, oder aus Karbon
trainiert. Durch diese Veränderungen in der
Ausrüstung wurde das Verletzungsrisiko erheblich
verringert. Im Wettkampf ist es das Ziel, mit dem
shinai eine der vier festgelegten Trefferzonen Kopf,
Unterarme, Rumpf oder Kehle zu treffen. |