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Die japanische Kunst des Schwertziehens wird
居合道
Iaido genannt. Bereits mit dem Ziehen und
gleichzeitigen Schneiden kann der Gegner außer
Gefecht gesetzt werden.
Die drei Schriftzeichen
des
Iaido stehen für
居
i
heißt
anwesend sein, körperlich wie geistig
合
ai
heißt übereinstimmen = sofortige Aktion
und
Reaktion
道
do heißt
Weg oder auch Prinzip
Im Iaido wird wie im Kendo mit dem Holzschwert (木刀
boku-to), dem stumpfen Schwert (居合刀
iai-to) oder mit einem scharfen Schwert (刀
to oder katana) geübt, wobei letzteres, ähnlich dem
im Kobudo verwendeten Nunchaku unter das deutsche
Waffengesetz fällt.
Die zwei populärsten Iaido-Stile (muso jikiden
eishin ryu und muso shinden ryu) sind auf den im 17.
und 18. Jahrhundert lebenden Hasegawa Mondonosuke
Eishin zurückzuführen. Darüber hinaus gibt eine
ganze Reihe kleinerer und kleinster Iaido-Schulen.
Oberste Institution ist der alljapanische
Kendoverband, der Zen Nihon Kendo Renmei.
Die Bewegungsfolgen werden in den so genannten kata
zusammengefasst. Es gibt vier Schulungsstufen,
beginnend mit den heute 12 seitei-iai (Grundformen),
gefolgt von 12 omori-kata und 10 hasegawa-kata bis
zur höchsten Stufe, den 20 okuden-kata. |